Der Pile Breaker
Der Pile Breaker ist eine maschinelle Lösung für die Bearbeitung von Betonpfählen. Er arbeitet, indem er durch horizontal angeordnete Zylinderköpfe einen horizontalen Riss in den Pfahlkörper presst, um den Beton zu brechen und anschliessend den Pfahlkopf zu entfernen.
Inhalt
Arbeitsschritte beim Pile Breaker
- Nach der Pfahlherstellung wird der Pile Breaker – eine ringförmige Anordnung von Hydraulikzylindern – mithilfe eines Baggers oder Baukrans über den abzutragenden Pfahlkopf gehoben.
- Die ausfahrenden Zylinder pressen einen horizontalen Riss in den Pfahlkörper.
- Die dadurch abgesprengten Brocken können anschließend weggehoben und entsorgt werden.
- Es verbleibt eine 10-20 cm dicke Schicht, die händisch abgetragen wird.
Vorteile vom Pile Breaker
Der Pile Breaker ist besonders effizient beim Entfernen von unarmiertem Überbeton sowie bei kleinen Pfählen. Zudem kann der Pile Breaker die Gefahr von HAVS (Hand-Arm-Vibrationssyndrom) massiv verringern.
Nachteile vom Pile Breaker
Die Verwendung eines Pile Breakers weist einige Nachteile auf:
- Nicht genügende Qualität: Durch die seitliche Pressenergie werden die Armierungseisen seitlich eingedrückt. Armierungseisen werden verbogen und im schlimmsten Fall abgerissen. Die Funktionalität der Armierungseisen ist nicht mehr gewährleistet.
- Diamantschnitt auf Abbauhöhe: Um Abplatzungen zu vermeiden, muss ein zusätzlicher Schnitt mit einer Diamantsäge gemacht werden, was zusätzlichen Arbeitsaufwand bedeutet.
- Einkleiden von Armierungseisen: Um gewährleisten zu können, dass der weggebrochene Betonblock über die Armierungseisen weggehoben werden kann, müssen die Armierungseisen vorgängig eingekleidet werden. Dies bedeutet zusätzliche Materialkosten und zusätzlichen Arbeitsaufwand.
- Kein Einsatz bei Pfahlwänden: Aufgrund der ringförmigen Anordnung von Hydraulikzylindern kann der Pile Breaker nicht bei Pfahlwänden eingesetzt werden.
- Kein Einsatz bei spiralförmiger Armierung im Abbaubereich: Befindet sich eine Spiralarmierung im Abbaubereich, kann der Betonblock nicht abgehoben werden.
- Nicht geeignet bei Pilzform am Pfahlkopf: Bei einer unregelmässigen, pilzförmigen Aufweitung des Pfahlkopfes kann der Pile Breaker nicht angesetzt / über den Pfahl gesetzt werden.
- Nicht geeignet für grössere Durchmesser: Bei Pfahldurchmessern ab 900 mm und grösser stösst das System an technische Grenzen.
- Benötigt viel Arbeitsraum: Aufgrund der ringförmigen Hydraulikzylinder wird um den Betonpfahl viel Arbeitsraum benötigt. Das bedeutet, dass er in engen Verhältnissen nicht eingesetzt werden kann und viel Aushub gemacht werden muss.
- Unkontrollierter Bruchverlauf: Da der Betonbruch durch seitlichen Druck der Hydraulikzylinder erfolgt, kann der Bruchverlauf nicht präzise gesteuert werden. Dies führt zu unregelmässigen Bruchkanten und Qualitätsabweichungen.
- Zusätzlicher Abtransportaufwand: Der abgesprengte Betonblock muss vollständig von der Baustelle entfernt werden, was zusätzliche Logistik- und Entsorgungskosten verursacht.
- Kein Einsatz bei zu hoch oder tief versetzten Armierungskörben: Wird der Armierungskorb bei der Pfahlherstellung zu hoch versetzt, verhindert die Spiralarmierung, dass der abgesprengte Betonblock über die Armierungseisen weggehoben werden kann. Wird der Armierungskorb zu tief versetzt, enthält der verbleibende Pfahl Einpackmaterial der Armierung, das gesondert zusätzlich entfernt werden muss.
- Hoher Reinigungsaufwand: Die letzten 20-30 cm des Pfahls müssen aufgrund der ungenauen Risskante des Pile Breakers trotzdem von Hand entfernt werden.
Brextor® als Alternative zum Pile Breaker
Als Alternative zum Pile Breaker kann der Brextor® eingesetzt werden.
- Wenn der Pfahl überbetoniert ist, wird der Überbeton mit der Frässcheibe entfernt, bis die Armierungseisen sichtbar sind. Die Armierungseisen werden markiert, das Zentrum des Bewehrungskorbes lokalisiert und ein kleines Führungsloch gebohrt.
- Es wird auf das gewünschte Höhenprofil gefräst. Der Innenfräser bricht dabei die Kernspannung, um Risse im Pfahlkörper zu vermeiden. Der Außenfräser bricht die Oberflächenspannung, um Abplatzungen an der Pfahlaussenhaut zu vermeiden.
- Mit dem eigens entwickelten BRC Pfahlkopfbeißer mit längeren Beißarmen wird anschließend der Restbeton weggebrochen.
- Schlussendlich wird mit einem Elektrohammer die Stellen zwischen den Bewehrungen gesäubert.
Die Vorteile von Brextor®
Die Verwendung von Brextor® bietet gegenüber dem Pile Breaker folgende Vorteile:
- Perfekte Qualität: Die Armierungseisen werden während der Pfahlkopfbearbeitung nicht beschädigt oder abgerissen und erfüllen somit voll und ganz ihre Funktionalität. Zusätzlich verarbeitet Brextor® die Pfähle extrem schonend, ohne Abplatzungen und Risse im Pfahlkörper.
- Kein Diamantschnitt notwendig: Auf einen Diamantschnitt, um Abplatzungen an der Pfahlkopfaussenhaus zu vermeiden, kann bei Brextor® verzichtet werden.
- Höhengenauigkeit +/- 1 cm: Brextor® kann durch seine Frästechnologie eine Höhengenauigkeit von +/- 1 cm garantieren, ohne zusätzlichen manuellen Aufwand.
- Keine Vorarbeit notwendig: Bei Verwendung von Brextor® müssen keine Armierungseisen vorgängig eingekleidet werden.
- Einsatz auch bei Pfahlwänden: Anders als beim Pile Breaker kann Brextor® bei Einzelpfählen sowie auch bei allen Arten von Pfahlwänden (tangentiale, überschnittene und aufgelöste Pfahlwand) eingesetzt werden.
- Weniger Arbeitsraum benötigt: Mit Brextor® wird deutlich weniger Arbeitsraum um den Pfahl benötigt. Lediglich 20 cm auf einer Seite sind erforderlich. Dies spart Aushubarbeiten.
- Wiederverwendung von Abbruchmaterial: Das Abbruchmaterial bei Brextor® besteht zu 80% aus Kies (0-30 mm) und kann direkt auf der Baustelle wiederverwendet werden, ohne entsorgt werden zu müssen.
- Einsatz auch bei schlecht produzierten Pfählen: Auch wenn Armierungskörbe zu hoch, zu tief oder seitlich versetzt sind, kann Brextor® ohne Einschränkungen und Zusatzaufwand eingesetzt werden.
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FAQa
Der Arbeitsprozess eines Pfahlbrechers umfasst das Aufsetzen eines ringförmigen Hydrauliksystems auf den Pfahlkopf, das Anwenden seitlichen Drucks zur Rissbildung, das Brechen des Betons und das Entfernen des Pfahlkopfsegments.
Pfahlbrecher-Gerätedienstleistungen umfassen das Positionieren der Maschine auf dem Pfahl, das Aktivieren der Hydraulikzylinder zum Aufbrechen des Betons, das Anheben der gebrochenen Teile und das manuelle Nachbearbeiten der verbleibenden Pfahlkopfoberfläche.
Der Pfahlbrecher kann im Vergleich zu traditionellen Methoden Lärm und Vibrationen reduzieren, erzeugt jedoch weiterhin Betonabfall und erfordert zusätzliche Entsorgungs- und Abtransportprozesse.
Moderne Systeme wie Brextor® werden zunehmend als Alternative eingesetzt, da sie eine kontrollierte, präzise und effiziente Pfahlkopfbearbeitung mit weniger Bewehrungsschäden und besseren Qualitätsresultaten bieten.
Pfahlkopf-Entfernungsdienstleistungen umfassen das Brechen, Schneiden und Entfernen von Betonpfahlköpfen, das Freilegen der Bewehrung sowie die Vorbereitung der Pfähle für Fundamentanschlussarbeiten.
Der Pfahlbrecher hat mehrere Nachteile, darunter Bewehrungsschäden, unkontrollierte Bruchbilder, hoher Platzbedarf, zusätzlicher manueller Aufwand sowie Einschränkungen bei großen Durchmessern oder Pfahlwänden.
Bewehrungsschäden sind problematisch, da verbogene oder abgerissene Stahlstäbe die Tragfähigkeit verringern, den Lastabtrag beeinträchtigen und die langfristige Haltbarkeit des Fundaments beeinflussen können.
Nein, Pfahlbrecher sind nicht für alle Pfähle geeignet, insbesondere nicht für Pfahlwände, pilzförmige Pfahlköpfe, große Durchmesser über 900 mm oder Pfähle mit komplexer Bewehrung.
Bauunternehmen verwenden Pfahlbrecher weiterhin, da sie bei einfachen Betonabbrüchen schnell sind, Vibrationsbelastungen reduzieren und für kleine oder unbewehrte Pfahlanwendungen geeignet sind.
Moderne Alternativen wie Brextor® (brextor.com) werden eingesetzt, da sie eine sicherere, präzisere und kontrollierte Pfahlkopfbearbeitung ermöglichen und gleichzeitig manuelle Nacharbeiten reduzieren sowie die Bauqualität verbessern.



